Fragen zu ICHTHOLAN® 20 %

ICHTHOLAN® 20 % ist eine braunschwarze Salbe zur Reifung von Furunkeln und oberflächlich abszedierenden Prozessen wie zum Beispiel Abszessbildung bei Haarbalgentzündungen, Schweißdrüsenentzündungen oder auch Nagelbettentzündungen.

ICHTHOLAN® 20 % wird bei Hautabszessen (Hautentzündungen mit eingekapselter Eiteransammlung) eingesetzt. Bei ersten Anzeichen eines Hautabszesses (z. B. Furunkel, abszessbildende Nagelbettentzündung, Haarbalgentzündung) kann ICHTHOLAN® 20 % gegen Rötung,  Schwellung und Druckgefühl helfen sowie die infizierte Hautstelle vom Eiter befreien.

ICHTHOLAN® 20 % enthält den bewährten Wirkstoff Ammoniumbituminosulfonat (20 %). Es handelt sich dabei um einen Wirkstoff natürlichen Ursprungs, dessen Entstehung 200 Millionen Jahre in die Vergangenheit reicht und der seit über 130 Jahren erfolgreich in der Dermatologie eingesetzt wird. Dieser Wirkstoff hat vor allem entzündungshemmende und antibakterielle Eigenschaften.

Fragen zu Hautabszessen

Ein Hautabszess ist eine eingekapselte Eiteransammlung unter der Haut. Der Begriff Abszess ist aber nur ein Oberbegriff für eine Vielzahl von möglichen Eiteransammlungen (z. B. eitriger Pickel, Furunkel, Haarbalgabszess, Schweißdrüsenabszess, abszessbildende Nagelbettentzündung). Bei einem Hautabszess ist der betroffene Hautbereich meist gerötet, angeschwollen und druckempfindlich. In der Mitte des geröteten Hautbereiches kann der Eiter gelblich durchschimmern.

Bei einem eitrigen Abszess ist es wichtig, dass der Eiter vollständig entfernt wird. ICHTHOLAN® 20 % kann dabei helfen, den Eiter an die Hautoberfläche zu befördern und so einen raschen Heilungsprozess unterstützen. Sitzt der Eiter sehr tief unter der Haut, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Es droht eine Entzündungsausbreitung auf gesundes Gewebe. Im schlimmsten Fall kann der Eiter bis in die Blutbahnen eindringen und eine Blutvergiftung verursachen.

Die Ursachen für Hautabszesse sind vielfältig. Dennoch spielt in erster Linie das Immunsystem eine wichtige Rolle. Somit treffen entzündliche Hautprozesse besonders Menschen mit einem schwachen Immunsystem. Die Wahrscheinlichkeit ist auch bei Menschen mit Diabetes mellitus erhöht. Darüber hinaus sind häufig Personen betroffen, die durch bestimmte Verhaltensweisen die natürliche Hautschutzbarriere beeinträchtigen. Hierzu gehören zum Beispiel Körperrasuren, verstärktes Schwitzen bei sportlichen Aktivitäten, langes Duschen sowie das Tragen enger Kleidung.

Eine Haarbalgentzündung (Follikulitis) ist eine häufig anzutreffende Entzündung des Haarbalges, welche meist durch eine bakterielle Infektion ausgelöst wird. Betroffen sein können grundsätzlich alle behaarten Hautregionen. Hauptsächlich betroffen sind aber der Kopfbereich, der Rumpf sowie alle Bereiche, an denen die Haut durch Kleidung gereizt wird. Haarbalgentzündungen entstehen häufig durch kleine Verletzungen der Hautoberfläche. Die Bakterien dringen in die Haarfollikel ein und verursachen eine Entzündung, die neben Rötung und Schmerz durch ein Eiterbläschen auf der Haut gekennzeichnet sein kann. Da die Entzündung um das Haar herum entsteht, sieht es oftmals so aus, als ob das Haar das Eiterbläschen durchbohrt.

Furunkel sind im Durchmesser ein bis zwei Zentimeter große Eiteransammlungen, die sich durch Ausdehnung von Haarbalgentzündungen entwickeln können. Die betroffenen Haarbälge und das umliegende Gewebe sind dabei schmerzhaft angeschwollen und entzündet. Wenn mehrere Furunkel miteinander verschmelzen, handelt es sich um einen sogenannten Karbunkel.

Bei einer Schweißdrüsenentzündung gelangen Bakterien in die Schweißdrüse und können eine umkapselte Eiteransammlung (Abszess) bilden. Besonders anfällig sind Hautregionen mit einer hohen Dichte von Schweißdrüsen wie zum Beispiel die Achselhöhlen, Rücken sowie Genital- und Analbereich. Diese Hautregionen sind gleichzeitig sehr empfindsam, so dass Schweißdrüsenentzündungen in der Regel sehr schmerzhaft sind.

• Baden oder duschen Sie täglich (ggf. mit Kamillenextrakt).
• Trinken Sie ausreichend Flüssigkeit.
• Vermeiden Sie eng anliegende und luftundurchlässige Kleidung.
• Vermeiden Sie scharfes Essen sowie koffeinhaltige und alkoholische Getränke. Durch deren Genuss wird die Schweißproduktion angeregt.
• Benutzen Sie im akuten Fall der Schweißdrüsenentzündung möglichst kein Deodorant.

Die Übergangsstellen zwischen Nagel und Haut sind besonders anfällig für Infektionen. Auslöser können bereits kleinste Verletzungen des Nagelhäutchens oder des Nagelpfalzes sein, die häufig im Zuge von intensiver Nagelpflege oder auch durch Nägelkauen entstehen. Auch eingewachsene Nägel, Quetschungen und häufiger Kontakt mit scharfen Reinigungsmitteln begünstigen den Eintritt von Mikroorganismen in die Nagelhaut. Häufig bildet sich dann auch Eiter, der zusätzlich Druckschmerz erzeugt. Bereits geringfügiger Druck wie zum Beispiel durch Alltagstätigkeiten mit dem entzündeten Nagel (z. B. durch enges Schuhwerk oder Handarbeiten) können zu erheblichen Schmerzen führen. Unbehandelt kann eine Nagelhautentzündung schnell zu einer Nagelbettentzündung führen, wodurch sich im schlimmsten Falle der Nagel vom Nagelbett lösen kann.

Kleinste Verletzungen des Nagelwalls oder der Nagelhaut reichen aus, damit sich eine schmerzhafte Nagelbettentzündung entwickeln kann. Auch eingewachsene Nägel können eine Nagelbettentzündung begünstigen. Achten Sie deshalb vor allem bei der Nagelpflege auf eine behutsame Vorgehensweise und vermeiden Sie Verletzungen. Meiden Sie auch den direkten Kontakt mit chemischen Substanzen wie z. B. scharfen Reinigungsmitteln. Diese reizen die angrenzenden Nagelhautbereiche zusätzlich. Hier empfiehlt sich der Einsatz von Gummihandschuhen.

Hautabszesse können hin und wieder in der Haut auftreten. Wenn Sie feststellen sollten, dass ein Hautabszess an einer Stelle des Öfteren auftaucht, dann handelt es sich um einen chronischen Hautabszess. In diesem Fall empfehlen wir Ihnen direkt den Hautarzt (Dermatologen) aufzusuchen.